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Wannhin?

Außenwelt - paralleluniversal

02.01.2010
bei Bedarf: Neuordnung

2007

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Weihnachts-Highlight 2007

Die obligatorische CD mit den ätzenden chorgesungenen Weihnachtsliedern, die jedes Jahr während des sechsgängigen polnischen Heiligabendessens läuft, war unauffindbar. Mein Vater hat jeden auch nur annähernd logischen Ort durchwühlt. Ich habe meine Mutter im Verdacht.
Und danke ihr von Herzen dafür.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Tee online

Wenn Du krankgeschrieben daheim Deine Wunden leckst und das Telefon klingelt: geh nicht ran. Auch wenn Du meinst, es könnte der Chef sein oder die Arbeitskollegin, die ganz dringend etwas von Deinem paßwortgeschützten Rechner braucht: geh nicht ran. Denn es könnte Herr H. von 1&1 sein, und vielleichst hast Du nach dem Gespräch plötzlich ein Abo für eine Movie-und-Serien-Flatrate bei maxdome abgeschlossen.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Lektionen in Damast

200 Kunden und Partner eingeladen, 100 Bestätigungen bekommen. Hotelzimmer reserviert. Mitarbeiter informiert. Catering und Getränke für 150 Leute bestellt, Stehtische, Zelte, Glühweinstand, Feuerstellen, Heizpilze, Getränkekühlschrank, Aschenbecher organisiert, Kerzenhalter und Teelichte, Musiker für den Abend gebucht, Teller, Tassen, Gläser, Personal, Sofas gerückt und Wetterbericht gehört - aber die Lektion des Abends lautet: Völlig egal, wie gut Deine Vorbereitungen sind, und überhaupt nicht wichtig, wie der Abend an sich läuft, denn: Der Erfolg der Weihnachtsfeier steht und fällt mit der Tatsache, ob Du auf Deinen vier Stehtischen rote Wachstischdecken hast oder nicht.

Donnerstag, 29. November 2007

Nach Worten

Gestern: Wort:Laut! , mein erstes Mal auf einer Lesebühne. Tat nicht weh, war nur etwas kühl, aber das kenne ich nicht anders von Veranstaltungen in Bamberg. Frank Uhlmann macht Krimi, Christian Ritter macht Werbung für sein halbneues Buch, und MdB macht macht mal ein wenig Konstrastprogramm zu Slam. Frank Gundermann moderiert ob der Anwesenheit von Christian und mir ein wenig an Slam angelehnt, und ich versaue sein dreifaches "Wort!" - "LAUT!", beinflußt durch irgendwas anderes mit "Wort" am Anfang, das auch laut ist. Momente, in denen ich mir wünsche, nicht immer so enthusiastisch mitzubrüllen.

Freitag, 16. November 2007

Stell Dir vor, ...

... Du hättest verpennt und wärest erst dann aufgewacht, wenn Du eigentlich das Haus verlassen würdest. Stell Dir vor, Du hättest vereiste Scheiben und müßtest kratzen, aber hättest Dein Auto noch nicht winterfit gemacht und deswegen nichts im Auto, mit dem man kratzen könnte außer dem Deckel einer Tabak-Dose (UNGEEIGNET!). Stell Dir vor, der Rest des Tages wäre vergleichbar, Deine Laune mies und Du nach Feierabend so gar nicht mehr auf die Außenwelt eingestellt. Stell Dir vor, es wäre Slam in Nürnberg, und Du hättest Dich schon vor einem Monat angemeldet.

Boah, war meine Laune mies. Tag doof, S-Bahn wider Erwarten auch vom Streik betroffen, und in der U-Bahn die Feststellung, daß man die falschen Texte ausgedruckt hat, nämlich die Rohversionen. Stell Dir vor, Du kommst an und willst eigentlich nur nach Hause, entscheidest Dich für den Beta-Text, damit Du rausfliegst und nach Hause kannst. Stell Dir vor, die seltsame Jury gibt Dir 25 Punkte dafür. Stell Dir vor, daß diese 25 Punkte Dich ins Finale bringen. Stell Dir vor, daß Du gewinnst.

Stell Dir vor, daß neben Dir ein Pokal steht, während Du diese Zeilen tippst. Stell Dir vor, daß Du zum ersten Mal Deinen Heim-Slam gewonnen hast. Und das an einem Tag, wenn Dir so GAR nicht nach slammen zumute war und Du eigentlich nur Deine Pflichtübung hinter Dich bringen wolltest, um Dich wieder gen heimisches Sofa zu wenden. Stell Dir vor, Dein Leben hätte auch Highlights. Hach.

Montag, 8. Oktober 2007

Mal wieder ein Alltagsdrama

Dominosteine, Lebkuchen, Mandelplätzchen, Marzipankartoffeln. Langsam wird es hart, den Boykott aufrechtzuerhalten. Ich hatte noch Sommerferien, als das Zeug in die Regale kam, und vor November wird nix davon gekauft, aber ich muß mir eingestehen, daß es von Einkauf zu Einkauf schwieriger wird, ja.

Sonntag, 7. Oktober 2007

1,35 kg Trompetenpfifferlinge heute. Yeah. Und:

Reizker hacken, mit ordentlich Salz und Pfeffer in Butter andünsten. Erkalten lassen, 1:1 mit Hackfleisch mischen, Paprika- und Zwiebelwürfelchen dran, mit Ei und Paniermehl sowie Emmentaler und frischer Petersilie verkneten und daraus Frikadellen braten.

Samstag, 6. Oktober 2007

Weiblich, ledig, jung flucht...

Berlin, Berlin, alle sind in Berlin, aber hier ist es auch schön, jawohl.

Was macht ein arbeitsloser Mensch so den ganzen Tag? Pennt bis mittags, macht die Glotze an, haut sich mit Bier in den Sessel und guckt Fußball, bis er in seinen Gammelklamotten vor der Mattscheibe einpennt. Sagt man mir. Was aber, wenn man keine Glotze hat, Fußball öde findet und derzeit irgendwie keine Lust auf Bier hat?

- Rumhängen in der ehemaligen Ausbildungsstätte und in Nadelstreifen ein wenig wichtig aussehen. Sich von Erstsemestern siezen lassen und sich nebenbei für die Dolmetscherprüfung 2008 anmelden.

- Pilze sammeln. Fast täglich. Das Repertoire um vier Sorten erweitern, braten, dünsten, trocknen, einfrieren und jetzt auch: marinieren.

- Wehmütig werden. Den Keller nach alten Schulkalendern durchforsten, 60er-Mucke auf YouTube hören, wieder Scrabble spielen.

- Für insgesamt 3,98 Euro Sachen bei eBay verticken und sich von eBay 2,84 an Verkaufsgebühren abziehen lassen.

- Fluchen, weil man nie SAP gelernt hat.

- Mehr fluchen, weil es in dieser ach-so-globalisierten Welt irgendwie keine Sau interessiert, daß man fließend Polnisch kann, wenn man nie SAP gelernt hat.

- Es lustig finden, daß irgendwer über den Suchbegriff "Versaute Sexnachbarn" auf diesem Blog gelandet ist.

- Hin und wieder bis mittags pennen und das Klischee zelebrieren. Ha. HA! Ha...

Montag, 10. September 2007

Rear View Mirror

Sechs Wochen Fabrikmaloche haben am Freitag um 14 Uhr ihr Ende gefunden. Mal wieder. Jetzt allerdings zum letzten Mal. Schon erstaunlich, wie sehr man sich irgendwann sogar mit der Fabrik identifiziert. Fast ein Jahr in dem Unternehmen, die letzten fünf Monate nur noch in dieser Abteilung. Und anstatt das Gelände freudestrahlend zu verlassen, erleichtert zu sein, daß ich nun nicht mehr jede Ferien im Dreischichtbetrieb in der lauten Halle stehe, daß ich nicht mehr jeden Tag diesen allgegenwärtigen Ölgeruch an mir habe, daß meine Hände künftig nicht mehr ständig voller Macken sein werden und meine Beine überzogen mit blauen Flecken, stehe ich vor dem Drehkreuz, rauche eine Zigarette und bin traurig. Nun ist nach dem IFA auch die zweite große Konstante der letzten Jahre Vergangenheit, heute ist mein letzter offizieller Tag als Studierender, und wenn morgen das neue Schuljahr anfängt, bin ich:
nichts mehr.
Vorerst.

Dienstag, 4. September 2007

Und MICH nennen sie irrational....

Globale Erwärmung ist, wenn es in den Sommerferien hagelt.

Highlights

Vorfreude auf:
den Tag nach der Objektbegehung

Rauschwortgefüge:
"Trauben sind gut, die bekämpfen die freien Radikalen."

favourite trivia:
Die Mehrzahl von Notizblock darf jetzt auch "Notizblocks" heißen.