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Wannhin?

Außenwelt - paralleluniversal

02.01.2010
bei Bedarf: Neuordnung

2008

Dienstag, 23. Dezember 2008

Und wie jedes Jahr völlig überraschend und unerwartet: Weihnachten.

Auto: sauber. Liste für zu packendes Zeug: erstellt. Geschenke: vorhanden. Kekse: gegessen. Weihnachtsstimmung: Kommt alle Jahre wieder irgendwann auf der Autobahn - wenn ich Chris Rea höre, der wirklich, wirklich jedes Jahr im Radio läuft, wenn ich in der Nacht vor Heiligabend Deutschland durchquere.

Fröhliches Feiern allerseits :o)

Donnerstag, 30. Oktober 2008

"Irgendwann werden sie aussterben."

Parklücke gefunden, Parklücke wie gewohnt besetzt, aussteigen, Tasche vom Beifahrersitz nehmen, kommt ein Mann angerannt, südländisch, Mitte 40, deutet auf den alternden Van vor mir: Ob ich beim Parken sein Auto berührt hätte. Ich verneine, irrtiert, und frage, wie er darauf komme.
"Naja, weil Frau..."

Ich brach ob dieser gemeinen Worte kurz in Tränen aus, fand meine Lebensphilosophie, daß alle Männer fiese Schweine sind, bestätigt, nestelte an meinem Handstäschen, bis ich meinen Nagellack gefunden hatte, verätzte ihm mit "Shanghai Pink" die Augen, riß noch ein wenig an seinen Haaren, zog meine Stöckelschuhe aus, warf ihm mit meinen Pfennigabsätzen die Heckscheibe ein, was den Abbruch seiner Stoßstange zur Folge hatte, die ich selbstverständlich beim Einparken schon massiv beschädigt hatte....

Montag, 6. Oktober 2008

Wartenschleife um 21.13 Uhr

"Guten Tag, Nürnberg Ticket GmbH im Wöhrl im U1. Momentan sind alle unsere Mitarbeiter im Kundengespräch. Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld. Sie erreichen uns Montag bis Samstag von 9.30 bis 20 Uhr. Guten Tag, Nürnberg Ticket GmbH im Wöhrl im U1. Momentan sind alle unsere Mitarbeiter im Kundengespräch. Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld. Sie erreichen uns Montag bis Samstag von 9.30 bis 20 Uhr. Guten Tag, Nürnberg Ticket GmbH im Wöhrl im U1. Momentan sind alle unsere Mitarbeiter im Kundengespräch..."

Dienstag, 30. September 2008

Revived

Stephan panikt. Probezeit, das sei ihm gar nicht so richtig bewußt gewesen, daß man da permanent unter Beobachtung stehe, daß man sich eigentlich ständig bewähren müsse, jetzt, nach zwei Monaten, dämmert ihm das, und er fängt an zu paniken. Könnte ansteckend sein, sowas, aber Stephan sitzt ganz woanders, näher am Kaffee, den er nicht trinkt. Aber er ist gut, der Kaffee, und gleitzeitig stelle ich fest, daß man sich irgendwann, irgendwann auch an eine Laptop-Tastatur gewöhnt. Zuhause ist, wo man nicht der einzige Freak ist.

Montag, 4. August 2008

Polen im Sommer :o))

Auf 1.900 Kilometern kein einziges Mal auch nur den Personalausweis vorzeigen müssen. Diesel in Tschechien: umgerechnet 1,70 Euro. Das Auto lernt, daß es ein Off-Roader ist. An Oberleitungen gelegte Busse. Auschwitz im Regen, der Morastgeruch ist nicht mehr wegzubekommen, bye bye, Lieblingsstiefel. Brötchenchen mit Bütterchen und ein Rechnüngchen auf Wunsch. Wieliczka und der obligatorische deutsche Proll, nebenan auf der Kirmes: Helium zum Reden, die Kinderportion umgerechnet 1 Euro, für Erwachsene gut 1,50. Krakau. Überall Kameras. Wer nichts gewohnt ist, hat schon jetzt wunde Füße. Die helle Hose paßt mir erst in XL. Billigster gesehener Literpreis Diesel in Polen: umgerechnet 1,50 Euro. PLAm Montag stöhnt die alternde Polin ob des Wäscheberges, weil sie ja am Sonntag keine Wäsche auf den Balkon hängen könne, die Nachbarn. Hejnał, you´re an Allstar. Angeblich Rauchverbot im Auto. Die Füße in der Weichsel und Lizar im Ohr. Der angetrunkene Mann in der Bierbar setzt sich entgegen unseres Protestes zu uns, er wolle nur schweigend dasitzen, wolle nur eine Frage stellen, nur zwei, noch eine letzte, Erinnerungen hat er, an Małgosia, ob ich vielleicht so hieße, an die DDR damals, nicht die BRD, die DDR, an Małgosia, ob er mich vielleicht so nennen dürfe? Hitchcock-Tauben und Gaukler am Rynek. Um Mitternacht Ibuprofen aus dem Supermarkt. Kameras. Kein Mensch braucht einen Stadtplan, wenn ganz Krakau nur aus Baustellenumleitungen besteht. Der Schleim der bizarren Riesenschnecke, der mir ins Gesicht gepatscht wird, enthalte Collagen, ich entscheide mich dennoch gegen das potentielle Haustier. Frettchengestank an beiden Armen. Die barfüßige Blondine vorm Dog In The Fog will nur ein Frägchen stellen, während drinnen die Tageseinnahmen mit einem Abakus berechnet werden. Ein Tankwart mit Krawatte an einer Orlen, an einer ARAL Wachhaltepillen. Kameras. Linksseitig: Autofahrerbräune. Störche. Deutschland im Hagel. Dieselpreis an der Autobahn: 1,44 Euro.

Dienstag, 8. Juli 2008

Michl, das hier ist für Dich.

Spießig sein. Dem heimischen Chaos entkommen und die Spritpreise ignorierend rausfahren in die Pampa. Ziel: irgendeine fränkische Wirtschaft. Schäuferla, Weizen, ein Biergarten mit Aschenbechern und vielleicht, ganz vielleicht einem Teich dran.

Richtig spießig sein. Stundenlang in einem fränkischen Landgasthaus sitzen, irgendwo in einem Kaff, dessen Namen man noch nie gehört hat, und Kloß mit Soß in sich reinstopfen, den Altersdurchschnitt der Anwesenden merklich drücken und bereuen, keine Spielkarten eingepackt zu haben. Die Ruhe genießen und die Enten auf dem angrenzenden Weiher beobachten.

Gleicher Ort, Stunde später. Alle Gäste sind weg, die Chefin auch, die Lichter sind aus, ich habe einen völlig irritierten Igel auf dem Schoß und der Koch reißt uns seinen Lebenslauf ab. Der Kellner macht Werbung für seinen Nebenverdienst und erzählt von katholischer Theologie, Jura und nackten Männern an Bäumen, bevor er sich verabschiedet. Wir ziehen mit dem Koch ins Innere der Wirtschaft um, mehr Bier, mehr Zigaretten, hören Geschichten von seiner Frau, Ex-Frau, vielen Kindern und kleinbrüstigen Frauen in Dirndln, es ist zwei Stunden nach seinem Feierabend.

"Du bist ein Magnet für seltsame Menschen", sagt sie.

Montag, 30. Juni 2008

Yeah.. die Urlaubsplanung ist abgeschlossen :o)

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Mittwoch, 11. Juni 2008

Der Letzte macht das Licht aus....

"Don’t worry about the future; or worry, but know that worrying is as effective as trying to solve an algebra equation by chewing
bubblegum. The real troubles in your life are apt to be things that
never crossed your worried mind; the kind that blindside you at (10 am) on some idle (Wednesday)."

Sonntag, 8. Juni 2008

Samstags bin ich doch früher mal feiern gegangen. Hm.

Jetzt erschöpft sich der Abend irgendwie darin, einen Kompromiß zwischen Die Ritter der Kokosnuß und The Green Mile zu finden.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Spezialisten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

"Hallo [sic] Frau (B),

Sie habe sich bei uns Beworben auf die Stelle Mitarbeiter User HelpDesk -Ponisch. [Ja, vor etlichen Monaten ich habe Beworben, weil ponisch.]

Ich habe bereits versucht Sie telefonisch zu erreichen. [Ein Mal heute mittag. Mit unterdrückter Rufnummer.] Könne Sie mir einen Termin nennen an dem ich Sie am besten erreichen kann? [Könne. Aber wolle nicht.]


Freundliche Grüße / Regards

(Frau Meiermüller-Schmitt)
Specialist Human Resources"

Highlights

Vorfreude auf:
den Tag nach der Objektbegehung

Rauschwortgefüge:
"Trauben sind gut, die bekämpfen die freien Radikalen."

favourite trivia:
Die Mehrzahl von Notizblock darf jetzt auch "Notizblocks" heißen.