Auf 1.900 Kilometern kein einziges Mal auch nur den Personalausweis vorzeigen müssen. Diesel in Tschechien: umgerechnet 1,70 Euro. Das Auto lernt, daß es ein Off-Roader ist. An Oberleitungen gelegte Busse. Auschwitz im Regen, der Morastgeruch ist nicht mehr wegzubekommen, bye bye, Lieblingsstiefel. Brötchenchen mit Bütterchen und ein Rechnüngchen auf Wunsch.
Wieliczka und der obligatorische deutsche Proll, nebenan auf der Kirmes: Helium zum Reden, die Kinderportion umgerechnet 1 Euro, für Erwachsene gut 1,50. Krakau. Überall Kameras.
Wer nichts gewohnt ist, hat schon jetzt wunde Füße. Die helle Hose paßt mir erst in XL. Billigster gesehener Literpreis Diesel in Polen: umgerechnet 1,50 Euro.

Am Montag stöhnt die alternde Polin ob des Wäscheberges, weil sie ja am Sonntag keine Wäsche auf den Balkon hängen könne, die Nachbarn. Hejnał, you´re an Allstar. Angeblich Rauchverbot im Auto. Die Füße in der Weichsel und Lizar im Ohr. Der angetrunkene Mann in der Bierbar setzt sich entgegen unseres Protestes zu uns, er wolle nur schweigend dasitzen, wolle nur eine Frage stellen, nur zwei, noch eine letzte, Erinnerungen hat er, an Małgosia, ob ich vielleicht so hieße, an die DDR damals, nicht die BRD, die DDR, an Małgosia, ob er mich vielleicht so nennen dürfe? Hitchcock-Tauben und Gaukler am Rynek. Um Mitternacht Ibuprofen aus dem Supermarkt. Kameras. Kein Mensch braucht einen Stadtplan, wenn ganz Krakau nur aus Baustellenumleitungen besteht. Der Schleim der bizarren Riesenschnecke, der mir ins Gesicht gepatscht wird, enthalte Collagen, ich entscheide mich dennoch gegen das potentielle Haustier. Frettchengestank an beiden Armen. Die barfüßige Blondine vorm Dog In The Fog will nur ein Frägchen stellen, während drinnen die Tageseinnahmen mit einem Abakus berechnet werden. Ein Tankwart mit Krawatte an einer Orlen, an einer ARAL Wachhaltepillen. Kameras. Linksseitig: Autofahrerbräune. Störche. Deutschland im Hagel. Dieselpreis an der Autobahn: 1,44 Euro.