Innenwelt - from a sophisticated point of view

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Alltagshäppchen

Dienstag, 8. Juli 2008

Michl, das hier ist für Dich.

Spießig sein. Dem heimischen Chaos entkommen und die Spritpreise ignorierend rausfahren in die Pampa. Ziel: irgendeine fränkische Wirtschaft. Schäuferla, Weizen, ein Biergarten mit Aschenbechern und vielleicht, ganz vielleicht einem Teich dran.

Richtig spießig sein. Stundenlang in einem fränkischen Landgasthaus sitzen, irgendwo in einem Kaff, dessen Namen man noch nie gehört hat, und Kloß mit Soß in sich reinstopfen, den Altersdurchschnitt der Anwesenden merklich drücken und bereuen, keine Spielkarten eingepackt zu haben. Die Ruhe genießen und die Enten auf dem angrenzenden Weiher beobachten.

Gleicher Ort, Stunde später. Alle Gäste sind weg, die Chefin auch, die Lichter sind aus, ich habe einen völlig irritierten Igel auf dem Schoß und der Koch reißt uns seinen Lebenslauf ab. Der Kellner macht Werbung für seinen Nebenverdienst und erzählt von katholischer Theologie, Jura und nackten Männern an Bäumen, bevor er sich verabschiedet. Wir ziehen mit dem Koch ins Innere der Wirtschaft um, mehr Bier, mehr Zigaretten, hören Geschichten von seiner Frau, Ex-Frau, vielen Kindern und kleinbrüstigen Frauen in Dirndln, es ist zwei Stunden nach seinem Feierabend.

"Du bist ein Magnet für seltsame Menschen", sagt sie.

Montag, 30. Juni 2008

Yeah.. die Urlaubsplanung ist abgeschlossen :o)

CCI00010

Freitag, 27. Juni 2008

Beitrag 100, und nix zu feiern.

Ja, nee, is klar. Einen Monat nachdem ich mich endlich durchgerungen habe, meine Fitneßstudio-Mitgliedschaft zum Herbst zu kündigen, weil ich seit Jahren kaum gehe, weil die zwei Studios so ungünstig verteilt sind, bauen sie ein drittes in Nürnberg auf: vier Bushaltestellen entfernt. Oder fünf Minuten mit dem Auto. Genau auf dem Arbeitsweg, den ich ab August haben werde. Die verarschen mich doch.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Spezialisten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

"Hallo [sic] Frau (B),

Sie habe sich bei uns Beworben auf die Stelle Mitarbeiter User HelpDesk -Ponisch. [Ja, vor etlichen Monaten ich habe Beworben, weil ponisch.]

Ich habe bereits versucht Sie telefonisch zu erreichen. [Ein Mal heute mittag. Mit unterdrückter Rufnummer.] Könne Sie mir einen Termin nennen an dem ich Sie am besten erreichen kann? [Könne. Aber wolle nicht.]


Freundliche Grüße / Regards

(Frau Meiermüller-Schmitt)
Specialist Human Resources"

Samstag, 10. Mai 2008

Schimmel. Schwarz.

Verwurmt, sagt der Tierarzt, drückt mir zwei Einheiten Panacur in die Hand und rät, zumindest die oberste Sandschicht in den Terrarien auszutauschen. Okay, Einrichtung desinfizieren und 2 x 200 kg Sand austauschen, nicht schön, aber machbar, denke ich mir und lasse mir täglich die Handgelenke von zappelnden Echsen zerkratzen, die mit meinen Entwurmungsmaßnahmen offensichtlich so gar nicht einverstanden sind. Und mache mich ans Buddeln. Warum genau ich die Bodenplatten nicht zusätzlich mit Folie abgedeckt habe, weiß ich nicht mehr. Vielleicht schien mir die Versiegelung genug, was weiß ich, das fällt unter Fehler, die man im Leben nur ein Mal macht, denn sie schimmeln, die Mistdinger schimmeln unter jeweils 400 kg Sand in meinem Schlafzimmer vor sich hin und verdammt, eigentlich habe ich dank Sowas-von-Vollzeit-Job keine Zeit, zwei neue Terrarien hochzuziehen, aber wenn ich den Baumarkt am ersten sonnigen Samstag des Jahres (zeitgleich der letzte 20%-auf-alles-Tag) überlebt habe, überlebe ich auch das.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Hat jemand eine Idee, wie man 400 kg Sand desinifiziert?

Wenn man am Abend vor dem 1. Mai mit vier Litern Spiritus in der Kassenschlange eines Baumarktes in der Nürnberger Nordstadt steht, kommt man irgendwie nicht umhin, sich zu überlegen, was passieren würde, wenn man noch ein paar Putzlappen in der Hand hätte und einen Verkäufer fragen würde, ob der Laden auch Skimasken verkauft.

Dienstag, 15. April 2008

Eigentlich zu müde für diesen Eintrag, aber:

Ich habe geraucht. Im Zug. In einer Regionalbahn der Deutschen Bahn, irgendwo zwischen Ansbach und Nürnberg gegen Mitternacht, habe ich mir im Abteil der zweiten Klasse zum ersten Mal seit dem 01.08.2005 eine Zigarette angesteckt. Und fast wäre das verwegen gewesen, hätten wir nicht unsere brennenden Kippen schnell im Mülleimer geparkt, als der Schaffner die Fahrkarten kontrollieren kam.

Freitag, 11. April 2008

Der verlorene Sohn ist zurück.

Der Oberbarti. Pantagruel. Aber nur übers Wochenende.

Barti

Samstag, 5. April 2008

Was ist so falsch an Zynismus?

Samstag, 29. März 2008

Ein langweiliger Beitrag. Sonst nichts.

Schuhe braucht der Mensch, Schuhe, die nicht entweder schmerzerzeugend oder abgewetzt sind. Ein oder zwei Paar Jeans ohne Loch in der Kniekehle. Einen Hosenanzug, an dessen Blazer nicht der Knopf fehlt. Und weil ich so merkwürdige Proportionen habe und deswegen nicht aus dem Katalog bestellen kann, mußte ich in die Außenwelt. Einkaufen. Klamotten. Himmel, wie ich das hasse.

Ich habe genau eine bezahlbare Hose gefunden, die keine Ziernähte oder Applikationen hat, keine bleichgeätzten Stellen, keine Aufdrucke, Fransen, keine demonstrativ gekreppten Stellen und überhaupt, die nicht gelb oder orange oder giftgrün ist oder eine Röhre, meine Fresse, Röhrenjeans, wieso mußte irgendwer die Röhrenjeans wieder rauskramen? Und Ballerinas. Ballerinas! Und Cowboystiefel. Und Cowboyballerinas. Mit Schnallen und Farbverläufen und ich will doch einfach nur ein Paar schlichte, schwarze Stiefel. Und Oberteile, die mir nicht bis zum Oberschenkel reichen.


Ich will, daß Sommer ist. Und Weltfrieden. Und Wochenende.

Highlights

Stolz auf:
mit den Öffentlichen zur Arbeit - trotz Regen

Vorfreude auf:
den Auszug des blauen Sessels

Rauschwortgefüge:
"Uli, nimm das Hand weg!"

favourite trivia:
Die Welt ist zu klein, wenn Du feststellst, daß der Arbeitskollege der beste Freund des Neffen des eigenen Fahrlehrers ist - und Du den Führerschein 600 km entfernt gemacht hast.

Außenwelt - paralleluniversal

20.09.2008
Demonstration "Freiheit Weiß Blau - Stoppt den Überwachungswahn"
München

11.10.2008
Poetry Slam Aschaffenburg

02.01.2010
bei Bedarf: Neuordnung

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