28 Grad. Es ist mitten in der Nacht, seit Stunden sind alle Fenster offen, und die Raumtemperatur beträgt kuschelige 28 Grad. Ich glaube, ich werde demnächst mal den Vermieter einladen. Zur Mittagszeit.
Jetzt erschöpft sich der Abend irgendwie darin, einen Kompromiß zwischen Die Ritter der Kokosnuß und The Green Mile zu finden.
Wenn man rausgeht, an die Front, wenn man mal ganz direkt unter die Haut der Gesellschaft kriecht, entdeckt man etwas, das vor gar nicht so langer Zeit noch undenkbar gewesen wäre: Menschen, die erhobenen Hauptes in ihren kleinen Läden stehen und sagen: "Ich habe kein Geld", Menschen, die sich nicht verkriechen, weil allein Fleiß heute wohl nicht mehr ausreicht, es heißt jetzt nicht mehr, daß jene, die kein Geld haben, unfähig sind und den Karren ganz alleine in den Dreck gefahren haben, sie stehen aufrecht, zucken mit den Achseln und wünschen mir das Beste, lächeln, und irgendwie macht mir diese soziale Ehrlichkeit ein wenig Angst.
Immer noch C:\Windows - aber mit einem richtig coolen Farbschema.
Irgendwie ist mein Leben derzeit wie C:\Windows.
Vier Tage, drei Slams. Da weiß man einen ruhigen, spießigen Abend auf der Couch doch erst wieder zu würdigen.
Nachtrag: Und dann hört man Nachrichten und stellt fest:
Hey, da habe ich ja mal gearbeitet...
eine ständige Kontinentalplatte, die an der Realität kratzt.
Neben dem Papiercontainer; irgendwann 2007.

Globale Erwärmung ist, wenn es in den Sommerferien hagelt.