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Slam Stuff

Samstag, 3. Mai 2008

Poetry Slam der UtopiaJetzt! - Katholiken sind komisch.

Der Bundesverband der Katholischen Jungen Gemeinde hat zur UtopiaJetzt! nach Würzburg gerufen, einem überdimensionierten Zeltlager für Dirndlträgerinnen und Kinnbartflechter, "Keine Feier ohne Speyer!"-T-Shirt-Träger und irgendwie braucht man als guter Katholik anscheinend eine Mütze. Twilight Zone, und Rauchverbot auf dem ganzen Freigelände. Es ist 18.30 Uhr, vor der riesigen Bühne mit der durchaus sehr guten Rockband sitzen bewegungslos etwa 100 Katholiken auf dem Boden. Die Bierstände öffnen um 19 Uhr - aber nur für jene, die als Altersnachweis ein orangefarbenes Bierband ums Handgelenk tragen. 19 Uhr, da sollte der Slam beginnen, da aber aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen 21.45 Uhr im Programmheft steht, einigt man sich spontan auf 20 Uhr. Backstage darf man rauchen, und mit dem Essen haben die Organisatoren wahrlich nicht gegeizt.

19.30 Uhr. Etwa 150 Katholiken stehen vor der riesigen Bühne mit der durchaus sehr guten Rockband und schwenken rythmisch ihre Arme von einer Seite zur anderen. Geländerundgang. Es ist unglaublich sauber. Kleine emsige Helfer heben jeden noch so kleinen Schnipsel Müll sofort vom Boden auf. Die Dixi-Toiletten tragen als Werbeaufschrift "Ihr Geschäft ist unser täglich Brot", Broschüren der BzGA über Homosexualität sind strategisch günstig auf dem ganzen Gelände verteilt, die offizielle Raucherecke direkt am Mainufer kommt auch ohne stigmatisierende gelbe Begrenzungslinie aus. Zwischenzeitlich haben sich alle Slammer eingefunden: Ich hatte Frau Wortwahl und Martin Geier mitgeschleppt, Benny Reichstein ist eingetrudelt und Felix Brenner samt Clara Nielsen, der Workshopteilnehmer Konrad Wangard hat sich vorgestellt, und Almuth Nitsch von Kerry aus Hessen sowie der "very special guest" Heiner Lange aus Landshut hatten vermutlich schon seit letzter Woche das Buffet im Backstage-Zelt zerpflückt. Es ist 19.50 Uhr, und die 150 Katholiken vor der riesigen Bühne mit der durchaus sehr guten Rockband schwenken nicht mehr nur rythmisch ihre Arme von einer Seite zur anderen, sondern bewegen auch ihre Oberkörper.

Matratzen ohne Ende in der "Lounge 6", dem Slam-Zelt, überhaupt hängen auf dem ganzen Gelände Din-A3-Plakate mit Aufschriften wie "stressen verboten" und "chillen erwünscht". Die Band, oder vielleicht mittlerweile eine andere, schallt in Richtung unseres Zeltes. Erinnerungen an den LMU-Slam mit Trommel-Untermalung werden wach. Aber wir waren lauter. Yeah. Und siehe, Katholiken können auch richtig feiern. Selten außerhalb des Nürnberger K4 ein so enthusiastisches Publikum erlebt. Heiner rockt wie erwartet. Vier Jungs, vier Mädels, der Geschlechterkampf liegt nahe, und so tritt dann Almuth gegen Felix an, Benny gegen mich, Frau Wortwahl gegen Konrad und Martin Geier gegen Clara. Bezeichnend, daß jeweils der zweite weiterkommt, wobei Frau Wortwahl das Pech hatte, daß der Rookie Konrad einen monströsen Fanclub dabeihatte, sonst hätte das Ergebnis dieser Paarung wohl anders ausgesehen. Somit ein geschlechtstechnisch ausgewogenes Halbfinale, Clara setzt sich gegen Konrad durch, und ich schlage unglaublicherweise den Benjamin-Blümchen-Text von Felix. Frauen-Finale, und dann kann ich mir als Fahrer nichtmal ein Siegerbier gönnen. Fies, das. Aber immerhin hatte unser Moderator Nils Rusche sich auf der Bühne öffentlich entschuldigt, mich auf den Plakaten als Fürther angekündigt zu haben.

Es ist Nacht geworden in Würzburg. Die Rockband auf der riesigen Bühne ist irgendeiner chilligen Combo gewichen, "Gefundene Paare treffen sich am Schokobrunnen", die Brücke wird sensationell beleuchtet, fast wirft man mir eine romantische Ader vor, weil ich ein paar stille Minuten am Mainufer genieße ("Ach, komm... Ein Fluß, Reflektionen, was machst du da?"). Ich kapituliere, schleppe meine überdehnte Sehne (ja, mittags zu doof zum Treppenlaufen gewesen) zwecks Weltverbesserer-Limonade-Nachschub-Besorgung mit ins Backstage-Zelt, nur um kurz später festzustellen, daß der Festival-Ausgang geschlossen ist. Gefangen neben dem Karaoke-Zelt, in dem offensichtlich eine riesige Party ("Ein Proooosit!") steigt. Panik macht sich breit, so fein der Abend insgesamt war, so wenig möchte ich die Nacht dort verbringen, irgendwie dann doch zu viele glaubens- und langsam auch bierberauschte Menschen, endlich, ein einziger Ausgang wurde offengelassen, ich verlasse das Gelände, der Abend ist lau, die Autobahn leer, aber "Kumba Yo!" ist dann doch leider auf keiner meiner Auto-CDs.

Montag, 17. März 2008

Verbum varium treverorum

Der Plan: Samstag gemütlich mit dem Auto dahin:

Flyer_Trier

Die Realität: Freitag stößt dem Auto dies hier zu.

Die Alternative: 17 Stunden Bahnfahrt. Man müßte schon ziemlich bescheuert sein, um das auf sich zu nehmen. Ich bin dabei. Schließlich mag ich die Deutsche Bahn nicht so gerne. Und dann hat man dieses Wochenendticket in der Tasche, und den ganzen Samstag über will es niemand sehen. Ich sehe dafür. Viel: bajuwarische Bauern und Bahnhöfe in blinden Flecken meiner Deutschlandkarte. Einen ausgesetzten BH, zentral auf Bahnsteigen angelegte Rauchbereiche und ein Drittel all der Slammer Luxemburgs.

Und daß man in Trier die Getränkegutscheine nicht nur in Bier, sondern auch in Cocktails umsetzen kann, gehört abgeschafft habe ich erst recht spät mitbekommen.

Sonntag, 24. Februar 2008

Slam Nürnberg: ein Drama in sechs Akten

Breakin´all rules! Nein, so verwegen bin ich nicht. Mit einem geklauten Text verkleidet und mit selbstgeklimperter Musikuntermalung eine Bühne zu betreten, das ist dann doch ein wenig übertrieben. Aber Regelbruch muß sein, also ringt MdB sich nach Tagen des Abwägens dazu durch, Heiner Lange um die Überlassung des sinnarmen, aber performancestarken Wurst-Textes zu bitten.


Erster Akt:

MdB hat ein wenig zu lange überlegt, denn jemand ist ihr zuvorgekommen: Der bisher nur als Slam-Berichterstatter Kölsches Hätz in Erscheinung getretene Tobias hat wenige Stunden zuvor die Lizenz zum Covern erhalten. Wurst oder gar nichts, also ist das Thema Slam in Nürnberg erst einmal abgeschrieben.

Zweiter Akt:

Tobias hat via Heiner von meiner Anfrage erfahren und bietet mir, sich selbst als Gentleman bezeichnend, den Wurst-Text an, sofern denn nur einer der anderen Slammer, die Tobias angeschrieben hat, seinen Text zur Verfügung stellt. Am nächsten Tag hat Tobias Post und MdB von allen relevanten Seiten grünes Licht für "Wurst".

Dritter Akt:

Kann MdB einen Saal rocken? Und falls ja: Was bringt sie im Finale, sollte sie dorhin einziehen? Die Entscheidung fällt schnell auf Bread Pitt des Marburgers Lars Ruppel. Also Mail an den "sehr bebrillten" (Zitat Sebastian23) Lars, und die prompte Antwort: Da war jemand schneller. Ratet mal. Ja, genau.

Vierter Akt:

MdB ruft Tobias an und wüßte gerne, wen verdammt nochmal er eigentlich noch alles angeschrieben hat. Neben Heiner Lange und Lars Ruppel: Wehwalt Koslovsky, Marc-Oliver Schuster, Sulaiman Masomi und Mischael-Sarim Verollet.

Fünfter Akt:

Da Tobias von allen Seiten eine Erlaubnis zum Fremdlesen bekommen hat, dürfte MdB im Finale den Brot-Text bringen.

Sechster Akt:

Tobias muß absagen. Der ganze Streß war völlig fürn Arsch.


Slam also... ein differenzierter Rückblick findet sich hier, ich stelle lediglich fest: "Wurst" ist anstrengend, "Wurst" macht Spaß, "Wurst" ist nichts für mich. Aber allein für Johanna Moll und Starckdeutsch hätte es gelohnt, sich ins K4 zu bewegen.

Sonntag, 20. Januar 2008

Henkers Mahl im Schalk

Gestern der Uraufführung von Henkers Mahl beigewohnt. Das relativ neu gegründete "ensemble2.0" spielte im Schalk das Stück von Christoph Braendle, aber leider konnte ich diesen wahnsinnsdurchwirkten Abend nicht angemessen genießen: ensemble2.0 besteht zur Hälfte aus Michl, Slam-Michl, und bis auf wenige Momente habe ich es nicht geschafft, im viel zu vertrauten MJ den gescheiterten Dichter Gregor zu sehen. Prinzipiell ja genauso überzeugend wie Ensemblepartnerin Göksen Meine, aber eben... Michl. Schade.

Dennoch: Ein paar Sätze und Szenen hallen auch am nächsten Tag noch gewaltig nach, und wer kommenden Freitag noch nichts vorhat, sollte ernsthaft in Erwägung ziehen, sich einen durchaus gänsehautträchtigen Theater-Abend mit ensemble2.0 zu geben.

Montag, 14. Januar 2008

Es folgt kein offizielles Slam-Review

Ein gammeliges Wochenende stilvoll ausklingen lassen: Sich mit einem der drei Überbleibsel aus der IFA-Zeit auf ein Weizen oder drei treffen und das am besten noch mit einer Einführung ins Konzept "Poetry Slam" verbinden.

Ort: Fürth, Kofferfabrik. Brechend voll schon um Viertel vor acht, die Bühnenschlampe in mir findet sich nur langsam damit ab, daß das nicht mein Publikum ist. Zum Trost dränge ich mich Michl als Poetenfee auf.

Daß Heiner Lange an diesem Abend Featured Poet ist, war an mir irgendwie vorbeigezogen. Die personifizierte Ganzkörperperformance beginnt mit drei Texten, von denen der erste "fast schon ein wenig sozialkritisch" ist, der zweite mir bekannt vorkommt und der dritte ("SCHUB!") es von der Kiezmeisterschaft ist.

Schöner Hut, aus dem ich die Namen ziehe. Joana Sechser, Slam-Rookie, steigt mit drei Gedichten ein, die wundersamerweise alle ohne erzwungene Paar-Reime auskommen. M. E. der lyrischste Beitrag des Abends, 14 Punkte.

Der Hut ist schwarz. Der Franke und der Angelsachse, sich selbst als "ein Team für eine Nacht" bezeichnend, bekommen 22 Punkte für diverse Stand-Up-Einlagen und drei Teampieces, die sich wie das One-Night-Stand-Up-Äquivalent zu erektiler Dysfunktion anfühlen. Wenn ich da so an Klara in Würzburg und deren "Dialog" mit nur einem Micro denke... Der Wunsch des Franken ("Ich will ins Finale!") wird berechtigterweise nicht erfüllt.

Ein C&A-Hut ist es. "Sophie Sonnenblick", besser bekannt als Elfi Klinik, läßt zwei Texte über die Ängste und Probleme eines Slam-Neulings und den Wunsch, einen tiefgründigen Text zu schreiben, ineinander übergehen. Schafft es, sich und das Publikum bei den brutalst ernsten Szenen in Lachkrämpfe zu versetzen und zieht mit verdienten 27 Punkten ins Finale ein.

Canda by C&A, um genau zu sein. Nils Rusche baut Luftschlösser. Der Text wird auch beim dritten Hören nicht schlechter. Läßt mich jedes Mal an einigen Stellen das Haupt senken. Auch hier 22 Punkte, und langsam wird auffällig, daß der Mann mit den blauen Jurytafeln grundsätzlich neun Punkte gibt.

Der Hut hat ein schwarzes Band über der Krempe, sehr nett. Die Poetenfee verliert die Diskussion um die Raucherpause und zieht vor ihrer verdienten Zigarette noch einen letzten Namen: Frau Wortwahl, die den Text aus Würzburg bringt, der da noch "Traumfrau" geheißen hat, nun aber ohne Titel daherkommt. Wieder gehen mir die beiden gleichen Sachen durch den Kopf: Meine Ohrläppchen werden im Alter nicht ausgeleiert sein. Aber meine Hände sind aufgrund der Zeit in der Fabrik unverhältnismäßig alt. 22 Punkte.

Wehe, einer klaut den Hut, während ich rauchen bin.

Heiner bringt seinen Allergie-Text und eine Text-Premiere, die in mir Assoziationen heraufbeschwört... Rosen? Die man sich ins Auge-um-Auge sticht? Ich weiß nicht so genau. Ist ja auch egal.

Ich muß dringend mal zu C&A. Noch drei Namen: Felix Brenner läutet den zweiten Block ein, ruhig und ernst, inclusive dieser geilen Zeile: "Am Telefon fiel es schwer, sich ohne Worte zu verstehen." 23 Punkte.

Der Stoff im Hut fühlt sich gut an. Noch ein Rookie, denn sonst mache Nemo Nemesis Hip Hop. Ja, genau das. Umwelt- und sozialkritisch, gesellschaftskritisch, und ein Selbstmord ist auch drin. Handwerklich durchaus gut, aber ich kann mit diesem Zeug nicht so viel anfangen, schenkt dem Jungen einen Beat, 19 Punkte.

Der Hut ist mir zu klein. Verdammt. Martin Geier bringt endlich den Text, mit dem er den Kinder-Slam in Berlin gewonnen hat: "Lukas will nicht ins Ferienlager". Wer mal im Zeltlager war, wird diesen Text lieben (Ja, es war in der vierten Klasse, und es fällt unter meine unzähligen Kindheits-Traumata....). Offensichtlich waren das so einige der Fürther Jury-Mitglieder: 24 Punkte und damit der Einzug ins Finale für Martin.

Finale also Elfi und der Geier, Elfi mit irgendwas Ernstem über den Tod, ich gebe zu, ich hatte nicht wirklich Lust zu folgen, erst gegen Ende bei "keine Mauer voller Trauer, kein Herz voll Schmerz" klinkte ich mich wieder ein. Martin las seinen Text über Tanja, die Exfreundin seines Mitbewohners, feat. einen zersplitterten Zehennagel, erntete aus meiner Perspetive (vorne links) den lauteren Applaus, aber von der Bühne aus hat es wohl sehr gleich geklungen. Somit: Doppelsieg in Fürth.

Zum Abschluß: "Wurst" mit Background-Chor. Yeah. Und der Slam hat augenscheinlich einen neuen Stamm-Zuschauer gewonnen.

Freitag, 11. Januar 2008

Wieso ist eigentlich fast schon wieder Monatsmitte?

Wenn man auf der YouPorn-Startseite auf "Leave" statt auf "Enter" klickt, landet man bei Wikipedia.

Das Chefsekretariat ist gefühlt schon wieder Wochen, wenn nicht Monate her. Ich war doch erst Montag noch da, ich habe doch jetzt nur vier Tage die angesammelten Überstunden abgefeiert. Schon seltsam.

Und so am Wegesrand: Der Weihnachtsbaum ist stilecht zersägt und verbrannt.

Sonntag war Slam in Würzburg. Ein Querschnitt durch die mir bekannte Slam-Landschaft: Rap, Poesie, Prosa; Comedy und Ernst; die Frau-um-die-40 mit Schubladen-Liebeslyrik und der Typ-um-die-20 mit einem Phantasie-Welt-Text, den man wohl nur nachvollziehen kann, wenn man sich im gleichen realitätsfernen Zustand befindet wie der Schreiber während des Textens. Die Tatsache, daß niemand versucht hat, mir eine Wäscheklammer an die Brustwarze zu pinnen, habe ich letztendlich unter Haben verbucht. Das Seltsamste im Cartman war ein kleiner Schlüssel. Sollte ich in irgendeiner Sinnkrise eine Lebensaufgabe brauchen, könnte ich mich der Suche nach dem passenden Schloß widmen.

Montag: K.O.-Slam in Ansbach. Das Rauchverbot nervt. Vier Bier sind eins zu viel. Aber hey, endlich mal wieder bahnfahren.... Hach.

Dienstag. Zahnarzt. MdB mag Zahnarzt nicht.

Mittwoch. Siehe Donnerstag.

Donnerstag. Siehe Mittwoch.

Freitag? Ja, bitte.

Donnerstag, 29. November 2007

Nach Worten

Gestern: Wort:Laut! , mein erstes Mal auf einer Lesebühne. Tat nicht weh, war nur etwas kühl, aber das kenne ich nicht anders von Veranstaltungen in Bamberg. Frank Uhlmann macht Krimi, Christian Ritter macht Werbung für sein halbneues Buch, und MdB macht macht mal ein wenig Konstrastprogramm zu Slam. Frank Gundermann moderiert ob der Anwesenheit von Christian und mir ein wenig an Slam angelehnt, und ich versaue sein dreifaches "Wort!" - "LAUT!", beinflußt durch irgendwas anderes mit "Wort" am Anfang, das auch laut ist. Momente, in denen ich mir wünsche, nicht immer so enthusiastisch mitzubrüllen.

Freitag, 16. November 2007

Stell Dir vor, ...

... Du hättest verpennt und wärest erst dann aufgewacht, wenn Du eigentlich das Haus verlassen würdest. Stell Dir vor, Du hättest vereiste Scheiben und müßtest kratzen, aber hättest Dein Auto noch nicht winterfit gemacht und deswegen nichts im Auto, mit dem man kratzen könnte außer dem Deckel einer Tabak-Dose (UNGEEIGNET!). Stell Dir vor, der Rest des Tages wäre vergleichbar, Deine Laune mies und Du nach Feierabend so gar nicht mehr auf die Außenwelt eingestellt. Stell Dir vor, es wäre Slam in Nürnberg, und Du hättest Dich schon vor einem Monat angemeldet.

Boah, war meine Laune mies. Tag doof, S-Bahn wider Erwarten auch vom Streik betroffen, und in der U-Bahn die Feststellung, daß man die falschen Texte ausgedruckt hat, nämlich die Rohversionen. Stell Dir vor, Du kommst an und willst eigentlich nur nach Hause, entscheidest Dich für den Beta-Text, damit Du rausfliegst und nach Hause kannst. Stell Dir vor, die seltsame Jury gibt Dir 25 Punkte dafür. Stell Dir vor, daß diese 25 Punkte Dich ins Finale bringen. Stell Dir vor, daß Du gewinnst.

Stell Dir vor, daß neben Dir ein Pokal steht, während Du diese Zeilen tippst. Stell Dir vor, daß Du zum ersten Mal Deinen Heim-Slam gewonnen hast. Und das an einem Tag, wenn Dir so GAR nicht nach slammen zumute war und Du eigentlich nur Deine Pflichtübung hinter Dich bringen wolltest, um Dich wieder gen heimisches Sofa zu wenden. Stell Dir vor, Dein Leben hätte auch Highlights. Hach.

Donnerstag, 8. November 2007

Ändern wir doch mal das Konzept.

Bloggen in kleinen Dosen (Do|sis, die; -, Dosen [mlat. dosis = Gabe < griech. dósis], Pl. Dosen):

Als ich heute beim Slam im Pirckheimer Gymnasium auf diesem Schulklo saß und grinsen mußte, weil an der Tür kein "Damen" oder geometrisch-verirrtes Irgendwasagglomerat, sondern schlicht "Mädchen" stand (und angeblich analog dazu "Knaben"), dachte ich an all die tollen sexuellen Erlebnisse, die ich niemals auf Schultoiletten hatte. Und dann habe ich mit irgendeinem Felix darüber diskutiert, daß ich das Bier nötiger brauche als er. Denn ich arbeite in Fürth. Und das will erstmal überboten werden.

Montag, 15. Oktober 2007

Saisonauftakt in Fürth

Hui. Beim Slam in Fürth auf den ersten Startplatz gelost werden und dennoch ins Finale einziehen ist was Feines. Endlich "Waldemar" lesen können - wenn auch immer noch in einer massiv überarbeitungswürdigen Rohversion. Die Blogosphäre hätte gestern nahezu das Line-Up dominiert: mit Frau Wortwahl, Parkster, Benny Reichstein und Dennis Langer waren nicht weniger als vier Blogger auf der Bühne. Also Blogger, die slammen, und nicht Slammer, die bloggen.

Ich freue mich, wenn Rookies Slam-Neulinge ins Finale einziehen (Und zwar aus eigener Leistung und nicht, weil sie zur Applausabstimmung ihren Fanclub mitgebracht haben!). Dann ist die Chance größer, daß sie wiederkommen. Somit Glückwunsch an Parkster zum Sieg und Frau Wortwahl zu ihrem zweiten Platz :o)

Schade allerdings: Fürth scheint nun auch da angekommen zu sein, wo so viele Slam-Locations schon sind. Schlumpf, der den in meinen Augen höchstwertigen Beitrag des Abends vortrug, flog raus. Offensichtlich will nun auch Fürth lieber lachen als gute, ernste Texte hören. Mal sehen, wie lange die oft gehörte These "Slam ist keine Comedy!" noch haltbar ist.

Joah, und jetzt bin ich wach, geduscht, kaffeetrinkend und rauchend in hübbeliger Erwartung der neuen Arbeitsstelle.

Highlights

Stolz auf:
mit den Öffentlichen zur Arbeit - trotz Regen

Vorfreude auf:
den Auszug des blauen Sessels

Rauschwortgefüge:
"Uli, nimm das Hand weg!"

favourite trivia:
Die Welt ist zu klein, wenn Du feststellst, daß der Arbeitskollege der beste Freund des Neffen des eigenen Fahrlehrers ist - und Du den Führerschein 600 km entfernt gemacht hast.

Außenwelt - paralleluniversal

20.09.2008
Demonstration "Freiheit Weiß Blau - Stoppt den Überwachungswahn"
München

11.10.2008
Poetry Slam Aschaffenburg

02.01.2010
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